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Unitymedia mit kostenlosem WLAN in Duisburg

Unitymedia bietet seit heute an 18 Punkten in Duisburg zwar kostenloses, aber kein freies WLAN an. So positiv wie es doch ist, dass auch außerhalb von Freifunk ein wenig WLAN-Fortschritt innerhalb der Stadt zu beobachten ist, so negativ sind doch die Limitierungen mit denen das Angebot von Unitymedia daher kommt.

Wer das kostenlose WLAN von Unitymedia nutzen möchte, muss sich zuallererst mit seiner Handynummer bei Unitymedia registrieren. Anschließend erhält man Zugangsdaten per SMS zugeschickt. Mit diesen Daten kann man anschließend pro Tag 100 Megabyte mit einer Geschwindigkeit von 10 MBit/s verbrauchen. Das sind dann insgesamt doch drei YouTube-Videos, die man über das Netz von Unitymedia ansehen kann, bevor das tägliche Limit erreicht ist. Dabei schaltet man jedoch besser die HD-Funktion ab, sonst ist eventuell schon früher Feierabend. Wer es drauf anlegt, die zur Verfügung gestellten 10 MBit/s doch mal bis ans Limit auszureizen, erhält genau 1 Minute und 23 Sekunden Internet von Unitymedia pro Tag bis die 100 Megabyte aufgebraucht sind. Die Registrierung zur Nutzung könnte somit mehr Zeit in Anspruch nehmen, als die Nutzung selbst. Als volumentarifgeplagter Smartphonenutzer ist WLAN doch die Möglichkeit volumenintensive Dienste wie Updates, Downloads oder Videos zu nutzen. Dieses winzige Volumen führt das ganze Prinzip "WLAN auf dem Smartphone" daher ad absurdum.

Ganz davon abgesehen füllt Unitymedia durch den Registrierungszwang die eigene Datenbank mit einer beträchtlichen Anzahl an Handynummern. Wieso Unitymedia diese Daten sammelt, obwohl sie zum Betrieb eines Zugangspunkts nicht zwingend notwendig sind, wirft doch Fragen auf.

Es wird recht deutlich, wie der Zugang zum Netz künstlich beschränkt wird, um Nachteile für den Nutzer durchzusetzen. Anders sieht Unitymedia sich offensichtlich nicht dazu in der Lage, sein klassisches Geschäftsmodell zu schützen. Wirtschaftliche Interessen sind an dieser Stelle leider dafür verantwortlich, dass es kein wirklich freies Netz von Unitymedia in Duisburg gibt.

So können wir Unitymedia leider nur dafür danken, Freifunk weiterhin eine Daseinsberechtigung zu geben, da derartige Limitierungen niemals innerhalb eines Freifunk-Netzes vorkommen würden.

Linke Rheinseite wechselt zur Domäne Rheinufer

Die Stadt Moers hat vor kurzem beschlossen Freifunk offen zu unterstützen. Dementsprechend sind in der Duisburger Nachbarstadt viele neue Knoten aus dem Boden geschossen. In Moers wird anders als in Duisburg nicht die Ruhrgebietsfirmware eingesetzt, sondern die Rheinuferfirmware.

Die Dynamik setzte sich in angrenzenden duisburger Stadtteilen fort. In Friemersheim wurden beispielsweise viele neue Freifunkknoten aufgestellt. Durch den großen Einfluss der Moerser Community wurde hier ebenfalls die Rheinufer-Firmware ausgerollt. Dies führt dazu, dass es nun eine unschöne Mischung zwischen ursprünglichen Ruhrgebietsknoten und neueren Rheinuferknoten gibt. Diese Knoten können untereinander keine Mesh-Verbindungen herstellen, weshalb solch eine Konstellation vermieden werden sollte.

Daher sollten die wenigen Ruhrgebietsrouter links des Rheins auf die Rheinuferfirmware umgeflasht werden, um eine einheitliche Firmware in den Stadtteilen zu etablieren.

Rechts des Rheins verbleibt alles wie gewohnt mit der Ruhrgebietsfirmware.

In den nächsten Tagen werde ich die Info deutlicher auf freifunk-duisburg.de positionieren, damit keine Verwirrung entsteht.

Mini-Mash bei Syntopia in Duisburg Hochfeld

Seit einiger Zeit gibt es Rund um den Stadtteilladen Syntopia in Duisburg Hochfeld ein kleines Mash-Netzwerk aus drei Freifunk-Routern. Syntopia beschreibt sich selbst als "Raum für alternative Kultur, Politik und soziales Engagement".

Ein Mitglied von Syntopia stellt seinen privaten Internetanschluss zur Verfügung um Freifunk in die Räumlichkeiten von Syntopia zu bringen. Er installierte jeweils einen TP-Link WDR3600 bei sich Zuhause und bei Syntopia. Dabei war die Qualität des Freifunk-Netzes leider sehr unbefriedigend. Da sehr viele Wände zwischen beiden Routern das Funksignal sehr stark beeinträchtigt haben, wurde kurzerhand ein dritter Router des Modells TP-Link WR841N auf die Gegenüberliegende Straßenseite bei einem weiteren Unterstützer aufgestellt. Hierdurch konnte die Performance des Netzes deutlich gesteigert werden.

Das kleine Mash-Netzwerk in Hochfeld gehört derzeit zu den am stärksten genutzten Freifunk-Standorten innerhalb von Duisburg. In Stoßzeiten sind hier bis zu 30 Clients gleichzeitig eingeloggt.

Syntopia Mash

Freifunk in der Krümelküche Hochfeld

Im Restaurant Krümelküche in Duisburg Hochfeld gibt es neben vegetarischen und veganen Köstlichkeiten seit dem 9. November auch Freifunk. Es kam offenbar schon mehrfach die Frage auf, ob es ein WLAN für die Gäste gibt. Seit neustem kann diese Frage mit einem eindeutigen "Ja" beantwortet werden. Auch hier deckt ein TP-Link WR841N das komplette Restaurant ab.

Freifunk im BabaSu Duisburg Neudorf

Seit einigen Wochen weist am Eingang der Bar Baba Su in Duisburg Neudorf ein Aufkleber daraufhin, dass Freifunk verfügbar ist. Innerhalb der Bar befinden sich an vielen Stellen Bodentanks mit Steckdosenanschlüssen. In diese Umgebung ließ sich Freifunk hervorragend integrieren, da offensichtlich ohnehin häufig Personen mit Notebooks vor Ort sind. Die gesamte Bar wird mit einem Router des Modells TP-Link WR841N komplett mit WLAN abgedeckt.